FOREBILD
Du befindest dich hier:  Startseite
Willkommen Gast, wir begrüssen dich recht herzlich in unseren Foren. Du musst dich registrieren, um in den Foren Beiträge verfassen zu können. Natürlich ist die Registrierung für dich kostenlos. Solltest du schon registriert sein, melde dich bitte an.



Forum
 Crossgolf-portal.de / Crossgolf
        Crossgolf - eine Trendsportart, die es nicht gibt!

Seite drucken

Mittwoch, 3.Jun 2009, 21:38

Rudi

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Crossgolfer
Anzahl Beiträge: 219
Mitglied seit: 01.06.2007
Ein Vorwort und eine Bitte:
Dieser Text spiegelt meine ganz persönliche Sicht auf so manche Dinge wider.
Daß ich ihn hier hinterlasse ist eher dem Wunsch gezollt, daß sich zumindest für mich manche hier angesprochenen Dinge ändern sollen.
Er wurde nicht aufgeschrieben, um mir anhören zu müssen, dann mach PE und ab in den Club, sondern sicherlich aus dem gegenteiligen Grund, auch wenn die Hoffnungen hier eher klein sind.
Lest ihn Euch durch, denkt über ihn nach, lacht ihn aus oder urteilt über ihn, aber lacht und urteilt bitte nicht über mich.
Ich weiß nicht, ob in diesem Text wirklich alles so steht, wie ich es wirklich denke, dann hätte ich auch besser ein Buch schreiben sollen, aber das wäre ja nicht gut, wie aus dem Text hoffentlich hervorgeht.
Ich werde auch nicht an dem, was hier steht verzweifeln und ich bin gewiß nicht suizidös, außer man steht mal wieder in der unvorhersehbaren Flugbahn eines Abschlages, ich wollte es einfach mal losgeworden sein. Und wo, wenn nicht hier...
Vielmehr nutzt diesen Text als Diskussiongrundlage, was natürlich auch niemandem eine Verpflichtung sein sollte.
Ein besserer Titel wäre womöglich: Crossgolf quo vadis?


Meist fängt es so an: Man wird einfach mal mitgeschleift und ist auch ziemlich schnell angefixt.
Dann geht man mit den frisch erstandenen Utensilien, im Übrigen die gleichen, welche man auch für Golf benötigt, raus, zurück auf die Geburtswiese seines Hobbys und knüppelt um sein Leben.
Dies tut man solange, bis man nach dem 26. Besuch feststellt, daß man die letzten 23 davon allein war, oder bis man merkt, da gibt es mehr. Mehr Schläger im Bag, als man braucht, mehr Können, mehr Frust über ungeeigneten Locations, die bis gerade eben noch gut genug waren, um an diesem Punkt anzukommen, mehr Absager, mehr Fernbleiber und noch mehr einsame Tage auf weiter Flur.
Oder eben doch nicht, denn die weite Flur wird zum Gefängnis. Eine Ergänzung muß her, besser noch, ein Ersatz. Ein Ersatz, welcher Golfplatzniveau aufweist.

Auf der Suche nach DEM Golfplatz abseits des Golfplatzes gewinnt immer mehr die Erkenntnis die Oberhand, die da lautet: die PE muß her!
Richtig gepflegt Golfen kann man nur, wenn man auf einem Golfplatz steht. Und dann tut einem jeder Schlag auf Beton und Asphalt leid, den man bis hierhin gewagt hat, auch im Nachhinein entschuldigt man sich bei seinen Schlägern, und braucht neue.
Und dann fragt man sich, was man bis dahin überhaupt getrieben hat. Daß man dabei nichts trifft, war bis gerade zu diesem Zeitpunkt Teil des Spiels. Doch dieses Spiel gibt es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr. Ab diesem Zeitpunkt wächst die Befürchtung, daß (Cross)Golf mehr ist, als sich einzureden, man müsse rebellieren. Rebellieren gegen Dinge, die man nur ändern kann, wenn man eben nicht rebelliert.
Und diese Befürchtung erwächst zu einem Manifest. Der vereinsamte Crossgolfer im Park wird nie erreichen, daß man Golfer abseits der Clubs ernst nimmt. Vielmehr erwischt man sich immer häufiger dabei, sich Mühe zu geben, die Club-Geheimnisse zu knacken, wenn man sich ihnen stellt, wenn auch im Golfsport das passiert, was man überall in der Gesellschaft beobachten kann, die Akzeptanz jedes Einzelnen, auch wenn er irgendwie anders ist, eben der Zeit angemessen, wenn man erkennt, die Jugend sind unsere Kinder und die sind eben anders als vor 30 Jahren.
Wozu braucht es Renterkurse über das Internet, wenn man den oberen Kasten nicht außerdem damit auf den Geist geht, daß, wie in unserem Falle, Golf nicht mehr nur ein Sport ist, der, wie es noch im letzten Jahrhundert zelebriert wurde, nur für Konservative da ist. Konservativ ist nur derjenige, der es nicht versteht, mit der Zeit zu gehen, ein positiv verklärender Begriff für die Biederlichkeit derer, die der Meinung sind, Werte gegen die von ihnen selbst in die Welt gesetzte Jugend verteidigen zu müssen.
Jetzt kann man sich gern einreden: "OK, die Typen im Club haben Geld, die haben scheiß Klamotten an, die benehmen sich seltsam und die denken, sie wären etwas Besseres." Man kann sich aber auch fragen, mit wievielen solcher Typen habe ich es jeden Tag zu tun, außer daß die auch noch Golf spielen. Und dann stellt man eventuell fest, daß man mit denen im Alltag gut zurechtkommt, daß die witzig sind, daß die einfach nur anders sind. Genauso, wie man selber glaubt, anders zu sein.

Zurück zu uns Crossgolfern!
Viele Events, welche auf gewisse Traditionen bauen konnten, gibt es nicht mehr, viele Crews sind nicht mehr erreichbar. In vielen bisherigen Versuchen, Crossgolf in eine Community zu pressen, mit Events landesweit und grenzübergreifend, starb genau diese Community früher oder später daran, daß aus Crossgolf Golf wurde, daß das Wilde in gelenkte Bahnen passen mußte. Crossgolf in den Medien ist noch immer eine lokale Angelegenheit und eine uns von denen eingeredete Trendsportart(, die es nicht gibt). Auch alle mir bisher bekannten Bemühungen, Crossgolf idealistisch auf mindestens eine Plattform über die der Landkreisregion zu heben, sind bisher gescheitert.
So zog und zieht es immer wieder die Crossgolfer der jeweils esten Stunde auf Terrain, welches einem Golfplatz sehr ähnelte oder eben genau dorthin. Immer wieder muß man feststellen, daß es Crossgolf-Vereine und Crews gibt und gab, die früher oder später nur noch im Register hingen und deren Mitglieder am Ende Golfer waren. Golfer mit PE und immer weniger Interesse am Crossgolf an sich, oder eben weder das eine noch das andere, ein Stückchen Golf oder Crossgolf ist so gestorben.

Wer will schon sein Leben lang Dinge können, die er niemandem zeigen kann, nichtmal sich selbst, weil keiner zusieht?

Crossgolf ist somit wohl lediglich eine Einstiegsdroge, die Spaltaxt bei der Erkenntnisgewinnung, Golf macht Spaß oder nicht.
Oder Crossgolf wird über kurz oder lang zu almostGolf - eine Marke. Zu guter Letzt haben es die Crossgolfer selbst versäumt, und darüber bin ich richtig froh, die kommerziellen Zeichen zu erkennen. Y-Golf ist der letzte Schrei der Marketing-Strategen aus besser organisierten Ideenschmieden. Das Wasser, was die den Crossgolfern abgraben, bekommen wir nie zurück, auch wenn wir die Vorreiter waren, die Darsteller einer Trendsportart, die es nicht gibt. Und zwar aus genau dem selben Grund, warum Crossgolf nur eine Einstiegsdroge ist. Golf für Unbedarfte ist nur die kurze Zwischenstation auf dem Weg zum Golfplatz. Und dort treffen wir uns alle wieder. Oder man gibt irgendwann auf, desillusioniert.
Daß es einen immer wieder in Bauruinen, in Parks mit viel zu langem Gras oder einsam auf eine Wiese gezogen hat, auf der man mal eben sowas wie eine DrivingRange simulieren konnte, bleibt einem im Nachhinein ein ewiges Rätsel.

Aber womöglich ist auch das genau der Grund, weshalb es in absehbarer Zeit zu einer erheblich größeren Anzahl an öffentlichen Golfplätzen kommen wird. Kann sein, daß auch dies wieder nur ein Wunsch bleibt, die Zeichen jedoch sprechen eine andere Sprache. Aber selbst, wenn es so käme und man amerikanische Verhältnisse vorfände, wo es beinahe zu jedem Vorort einen öffentlichen Golfplatz gibt, man den Crossgolfern mal wieder gezeigt hätte, wo der Hammer hängt (am Arsch - beim Dachdecker links), wäre Crossgolf trotzdem wieder nur eine Trendsportart, die es nicht gibt.

Crossgolf ist undankbar, weil niemand außer einem selbst dabei ist, wenn man den Schlag seines Lebens macht, weil niemand mitzählt, weil niemand, außer man selbst, lobt. Das tut unter Umständen sogar weh. Crossgolf ist nicht meßbar, maximal in dem Maße, als wenn man mit seinem Rentenantritt aufrechnen sollte, wieviel Bier man während seiner offiziellen Arbeitszeit gesoffen hat, Crossgolf ist eine Zwischenstation auf dem Weg zum Golfplatz, auf dem wir uns alle wieder treffen, oder zumindest diejenigen, die es geschafft haben, vorher nicht an Einsamkeit mit ihrem Hobby verzweifelt zu sein und aufgegeben zu haben. Das klingt komisch, auch für mich, ich gebs ja zu, aber für die Ewigkeit ist Crossgolf nichts.

Golf stellt für mich zuerst den Kampf gegen sich selbst dar, gegen seinen inneren Schweinehund, gegen seinen Körper und gegen seinen Geist. Golf ist nicht natürlich. Aber genau das macht es für so manchen zur Droge. Und dann stellt man erneut fest, da gibt es mehr, mehr als eine Schlägerlänge ran, mehr, als immer das Gleiche zu tun, mehr als einen getroffenen Mülleimer, mehr als ständig auf der Suche nach Mitspielern zu sein. Eben mehr, als eine Trendsportart, die es nicht gibt.

Crossgolf ist Geselligkeit, Crossgolf ist Sport, Crossgolf ist Lachen, Crossgolf ist Enttäuschung, Crossgolf ist Bier, Crossgolf ist Freunde, Crossgolf ist Bessersein, Crossgolf ist investierte Zeit, Crossgolf ist investiertes Geld, Crossgolf ist ganz einfach Golf und keine Trendsportart, die es nicht gibt.

Zum Schluß eine Frage: Was unterscheidet Crossgolf vom Golf?



Der Geist ist machtlos, wenn die Macht geistlos ist.
Mittwoch, 3.Jun 2009, 22:23

DarkKoushirou

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Crossgolfer
Anzahl Beiträge: 168
Mitglied seit: 27.04.2008
Also lachen würd ich über sowas nie. Du bist ja nicht am spammen oder flamen oder so. Du gibst hier sehr deutlich deine meinung wieder ohne jemanden direkt an zu greifen, eben nur ein Thema, und das finde ich gut.

Beim Thema denke ich auch, das jeder seine eigene Definition von allen genannten Argumenten hat. In machen fällen mag es stimmen, das leute zum Platzgolf übergehen, nachdem sie dort gespielt haben, weil sie es interessanter finden (Ob nun aus gesellschaft, Regelsystem oder anderem sei dahingestellt). Aber ich denke auch, dass es genauso eine vielzahl an Crossgolfern gibt, die gerne Crossgolf spielen, obwohl sie die PE haben und Platzgolfen.
Beim Crossen allein oder zuwenige zu sein ist natürlich ein Dämpfer. Das ist aber überall so, und nicht nur beim Crossgolf. Und das Crossgolf keine Trendsportart sein soll, sehe ich allerdings genauso. Freeski oder Snowboard is für mich eine Trendsportart., aber Crossgolf ist dafür nicht etabliert genug. Mir persönlich ist das auch relativ Wurst.Ich brauche nicht unbedingt überregionale Turniere oder ähnliches, sondern bin mit meinen regionalen Veranstaltungen und Treffen zufrieden. Natürlich ist es trotzdem schön sich in einer überregionalen Community austauschen zu können, aber deswegen fahr ich nicht vom Norden Deutschlands zu einem Crossturnier nach München...

Alles in allem denke ich nicht, dass Crossgolf nur eine Station zum Golf ist. Ok, für manche ja, aber für einige eben auch nicht. Manche bleiben für immer beim Crossgolf, andere spielen beides paralel. Ich spiele auch gerne Platzgolf, aber nach eine guten Runde will ich gerne wieder zurück auf meine Stammwiese und Crossen.

Was unterscheidet Crossgolf von Golf? Hmm... Ich bin der meinung, wenn man mit ein paar Kumpels sich einen unförmigen Ball schnappt und auf der nachbahrkuhweide zwei gegen drei Leute diesen durch die Gegend kickt, dann ist das auch etwas anderes als wenn man im Verein zwei mal Elf Männer gegenüberstellt. Das eine ist Fussball, das andere ist... naja... Bolzen oder so. Es ist etwas privates, etwas aus reinem Spass ohne zwang, etwas fast intimes, wenn man es so nennen will. Auf der einen Seite ist es schön mit seinen Vereinskumpanen zu fachsimpeln und die Punkte zu jagen, jeden Schlag zu analysieren und zu verbessern... Aber am Crossgolf liebe ich das zwanglose. Wir zählen meistens sogar garnicht unsere Schläge, sondern kloppen einfach durch die Gegend.Und obwohl man keinen Gewinner ermittelt, keine Punkte zählt, und nur ein oder zwei andere Leute vielleicht die eigenen Schläge sehen, fühle ich mich danach erfüllt. Ich hab einfach Spass gehabt, ohne Punktejagt.

Fazit: Alles Anssichtssache ;D


Mittwoch, 3.Jun 2009, 22:34

Deichheld

Benutzer ist offline
Moderator
Rang: Crossgolfer
Anzahl Beiträge: 375
Mitglied seit: 01.12.2007
Mensch Rudi, also zu allererst: Sehr geil geschriebener Text! Könnte eine Kolumne in einer Zeitung sein.

Im Großen und Ganzen gebe ich dir auch Recht. Crossgolf fing damit an, dass es fernab einer jeden Technik darum ging mit einem (!) Schläger den Ball, den man günstig bei ebay geschossen oder auf der Range gezockt hatte in die grobe Nähe eines imaginären, selbst festgelegten Ziels zu befördern. Mittlerweile trifft man die meisten Crossgolfer, so man denn welche trifft (mich eingeschlossen) mit einem Bag mit selten weniger als 4 Schlägern, inklusive Hölzern, Handschuhen, Schlägerbürsten und Handtüchern. Einige ärgern sich mittlerweile heftig wenn sie einen Ball verschossen weil auch immer mehr Crossgolfer mit teuren Bällen spielen. Es geht auch nicht mehr darum, oder nur noch bei wenigen, den Ball irgendwie zu treffen. Auch beim Crossen wird immer mehr von Chips, Pitch Shots, Drives, Hooks, Slices gesprochen. Man versucht auch hier seine Technik zu optimieren.
Ich denke, wenn die Platzgolferszene in Deutschland amerikanisches Niveau hätte in dem Sinne, dass es eine ausreichende Menge öffentlicher Plätze und somit geringerer Preise für Greenfee bzw. Mitgliedschaft gäbe, wäre die Crossgolfszene wesentlich kleiner. Dies zeigt sich auch daran, dass hier im Crossgolfportal ebenso wie über neue urbane Locations auch über Kurzplätze und PE diskutiert wird und über kostengünstige Möglichkeiten diese zu erlangen.
Aussterben wird CG jedoch nie. Aber der Unterschied zwischen Crossgolf und Golf schwindet zusehends. Es wird immer die Gruppe derer geben, denen es darum geht mit einem SChläger, nem Sack Bälle und ner Kiste Bier durch den Park zu tigern aber ebenso wird es, wie du ja schon geschrieben hast, die Gruppe derer geben, die sich irgendwann hin zum Platzgolf entwickeln und nur noch evtl. am Vatertag o.ä. die Schläger im Park auspacken um den "Vandalen" mal zu zeigen wo der Hammer hängt.
Also ich habe Spaß daran, mir meine Ziele selbst zu suchen, in der Natur zu sein (und zwar in der echten und nicht in einer von Architekten geplanten) und mit Freunden ein paar Bälle zu schlagen ohne mitzuzählen. Und wenns am Ende keinen Sieger gibt, who cares... aber genauso macht es mir ab und an auch Spaß einen Kurzplatz zu bespielen oder mich stundenlang auf der Range aufzuhalten (und zwar auf der echten wo ich auch sehe wie weit ich geschlagen hab).

Also ich denke Crossgolf wird bestehen bleiben aber wie alles wird es kommerzialisiert und dadurch nach einem relativ kurzen Boom schrumpfen. Ich werde so lang ich noch die Hügel hochkomme und durch hohes Gras staksen kann weiterhin CG spielen (so hoffe ich zumindest). Auch wenn ich evtl. irgendwann die PE mache und Mitglied im DGV bin.


Die neue Homepage ist endlich online! Come and have a look!

Checkt auch den Blog ;-)

4. beim Ironstock 2009 - nach Stechen
Mittwoch, 3.Jun 2009, 23:57

UrbanHocke

Benutzer ist offline
Gruppe: Admin

Anzahl Beiträge: 1133
Mitglied seit: 17.12.2006
Crossgolf ist für mich Golfsport mit einfachen Mitteln, günstig, ohne Etikette und verbissenem Ergeiz....und das Ganze mit gutem Forebild natürlich....
Egal wo, wann und warum. Sei es auf der Wiese hinterm Haus, in einer Ruine oder auf dem Kurzplatz im Nachbarsort....

Der Text zielt für mich eher auf die ich spiel Crossgolf weil ich anders als alle anderen sein will Golfer ab....und die sind hier selten...
Donnerstag, 4.Jun 2009, 00:01

DarkKoushirou

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Crossgolfer
Anzahl Beiträge: 168
Mitglied seit: 27.04.2008
Gute Punkte Deichi.
Ich muss zugeben, selbst mit zwei Schlägern angefangen zu haben und nun ein Komplettset plus extrazeuch wie einen LW oder sowas besitze. Und ich frevel sogar soweit, dass ich mit Handschuh Crossen gehe. Ich muss auch sagen, das ich versuche, meine Technik zu verbessern. Allerdings finde ich das nur natürlich. Der Spassfaktor hängt da nicht wirklich daran, ob man jetzt trifft oder nicht. Klar fühlt man sich cool, wenn der Schlag genial war und man in perfekter Endpose den Schläger hält und dem Ball hinterherguckt... Aber genauso genial finde ich es, wenn der ball komplett verspring und in 20 Metern Entfernung mit einem lauten -platsch- im nächsten See landet. Dann geht das lachen los und alle sind gut drauf, obwohl man total schlecht gespielt hat. Dabei bemerke ich auch den Unterschied... Ich fühle mich nicht gerade super, wenn ich auf dem Platz meinen Ball in den nächsten Bunker bohre, finde es aber immer geil meinen Ball beim Crossen aus der letzten Pfütze zu ballern, dass das wasser nur so spritzt. Am besten noch auf Vireo aufnehmen und sich zuhause nochmal drüber beömmeln.
So ein Spass habe ich auf dem Platz selten. Da habe ich auch Spass, der ist aber anderer natur.

EDIT @ Urban:
Auch ein guter Punkt. Das erinnert mich an unsere leute im Golfclub, als wir das erste mal im ProShop waren...
"Wir hätten gerne ein paar Tees..."
"Für den Platz oder die Range?"
"Ähm... *flüster* Fürs Crossgolfen..."
"Achso, dann nehmt besser die hier, die sind extra hoch fürs lange Grass."
"Aha... Woher wissen sie das?"
"Och, wir gehen auch ein bis zweimal im Monat in die Wildnis."

Und das sagt mir eine ca. 50 jährige, äusserlich etikettierte Dame


Donnerstag, 4.Jun 2009, 20:18

Rudi

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Crossgolfer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 219
Mitglied seit: 01.06.2007
Ich werde der letzte sein, der Leuten vom Golfen abrät, sei es auf dem Platz oder im Park, schön blöd wäre ich, resultieren meine Gedanken doch gerade aus dem Mangel an Crossgolf-Aktivitäten und sollen das Gegenteil bewirken.
Für mich ist es einfach so, daß ich nicht wirklich erkennen kann, daß Crossgolf sich vom Golf unterscheidet.
Die Nähe beider Sportarten ist einfach zu groß. Man grenzt sich nicht ab, nicht durch anderes Spielgerät, nicht durch andere Techniken und zu guter Letzt auch nicht durch andere Regeln und das wiederholte Abspulen der gleichen Phrasen von Ungezwungenheit, Bier und Etiketteverweigerung (ich tat es selber schon).
Die Leichtigkeit des Crossens, seine Ungezwungenheit, seine Spontanität und seine Möglichkeiten sind unbestritten. Aber allein die Etiketteverweigerung ist in meinen Augen eine Lüge. Auch Crossgolfer bewegen sich innerhalb gewisser Verhaltens- und Umgangsformen, nur sind dies eventuell andere, als auf dem Platz. Wirkliche Asis will auch von uns keiner sehen.
Crossgolf als eigenständige (Trend)Sportart funktioniert in meinen Augen allerdings nicht. Die Golfer, die es sich leisten können, wild und gepflegt zu spielen, sind zu beneiden.
Crossgolf funktioniert nur im Lokalen, bei hoher Mitstreiterdichte, wo die Spieler auch mal etwas aus dem Boden stampfen können, was über das Aufderwiesestehenundmalsehenwasdageht hinausgeht. Oder es sind Connections, die einem eine kleine Tür öffnen, die aber auch nicht jeder vorfindet. Womöglich ist die Unorganisiertheit des Crossgolf auch sein schwerer Stand in mancher Gegend? Man ist eben auch sehr oft auf den Goodwill Dritter angewiesen, welcher ohne eine gewisse Menge von Leuten im Hintergrund und Zusprecher an entsprechender Stelle schwierig zu bekommen scheint.
Als Platzgolfer geht man auf irgendeinen Platz und gammelt dort solange ab, bis man von irgendwem mit auf die Runde genommen wird, beim Crossgolf unvorstellbar. Weil jeder Crossgolfer, wenn er eben mal Zeit hat, schnell auf seinen Homeground hoppt und dort 40 Bälle verprügelt. Es gibt niemanden, der mal eben vorbeikommt und Lust darauf verspürt, 'ne schnelle Runde zu spielen.
So gesehen ist der Crossgolfer der ewig Trainierende, und wie in meinem Fall, auch der Frustrierte.
Und wenn Crossgolf elitär daherkommt (Beispiele werden bewußt nicht genannt) oder tief im Süden stattfindet, weil eben dort seit einiger Zeit endlich mal Leute am Werk sind, die etwas mehr Energie investieren und besser organisiert(da ist es wieder...) sind, Danke Klaus, Hocke, Stuttgart, Franken, Schwarzwald, aber auch Leipzig und auch Elster/Elbe, dann ist das für jemanden aus dem Pott oder noch weiter entfernteren Gegenden, der nicht mal eben Zeit, Möglichkeiten und Kohle über hat, vorbeizuschlendern, unerreichbar.
Dann sind PE und Golf wo, wann, warum und immer, oder der Kurzplatz, alles ohne Cross, beinahe naheliegender, als ein ganzes WE für drei Stunden Crossen dranzubinden.
Klar stellt sich da die Frage nach Ernsthaftigkeit und "Besessenheit", aber unter gewissen Voraussetzungen ist diese schnell beantwortet.
Ich habe in den letzten (ca.8) Wochen 3 Leute aufgestöbert, mitten im Pott, leider aber auch verstreut über eine Gegend von ca. 40 x 40 km, die auch immer allein auf der Wiese stehen, aber zum Glück genauso doof sind wie ich, und trotz Einsamkeit nicht aufgeben, mit mir sind es eben 4 Leute. Ohne eine gewisse Mobilität, welche allen Dreien abgeht, ist das dann nicht mehr so einfach. Recherchen und Kontaktversuche verlaufen im Sande und der Kreis wird zum Teufelskreis. Der Eindruck, einen bestehenden Freundeskreis zu haben, der den Unsinn names Crossgolf mitmacht, scheint Gold wert, drängt sich immer mehr auf. Crossgolfer gibt es ohne, daß sie schon Crossgolfer sind, nicht.

Naja, laßt Euch nur nicht die Lust am Spiel verderben, das wäre echt das Letzte, was ich mir wünschte.
Ich bleib am Ball, wo auch sonst! Vllt. sogar bald mit anderen Neuigkeiten.



Der Geist ist machtlos, wenn die Macht geistlos ist.
Donnerstag, 4.Jun 2009, 22:40

rebel

Benutzer ist offline
Moderator
Rang: Ich bin CROSSGOLF
Anzahl Beiträge: 4312
Mitglied seit: 24.01.2007
@ Rudi,

so weit weg sind wir nicht vom normalen Golf - ich auch nicht.

Ich habe mit richtigem Golf angefangen und bin dann "gezwungener" Maßen zum Crosser geworden. Sicher gibt es auf beiden Seiten Extreme was Regeln, Etikette und Klamotten angeht - ein Spiel bleibt es auf alle Fälle.

Auch ich habe mir meine Gedanken gemacht und denke mal das ich (ich spreche jetzt nur für mich) mehr am "klassischen" Golf liege als am Crossgolf.
Auch weil unser Platz ähnlich aussieht und ich Rasen ehr mag als Beton. Hat aber als Spielstätte beides seinen Reiz.

Was Crossgolfer fehlt ist ein einheitlicher Dachverband oder Orga, mit dem sich die Crews, Vereine identifizieren. Ggf auch eine eigene Liga. Etwas was verbindet und auch mehr in der Öffentlichkeit steht. Nur so können wir Crossgolf weiter voran bringen, das bringt positive Werbung und vor allem neue Mitstreiter.

Was Crossgolf so einfach macht, ist das es recht unkompliziert ist und man es fast überall spielen kann. Nur ist das eben nicht sehr bekannt.

Für dich aus dem Pott, ist das sicher recht frustrierend wenn man fast immer allein ist und da kann ich dich voll verstehen. Meine ersten paar Jahre habe ich auch immer allein gespielt und versucht neue Spieler zu finden. Erst in den letzten beiden Jahren habe ich den Durchbruch geschafft und nun spielen hier sicher so um die 40 Leute. Mal mehr mal weniger abgesprochen. Da wir auch eine feste Location haben, ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu treffen recht groß.

Leider sind die Spieler hier auch recht Eng auf einen Raum, dann kommt erst wieder was in der Ecke von Hannover, Leipzig ist doch ehr unorganisiert - leider.

Das Golf dann doch lockt, kann ich voll nachvollziehen. Geht mir ähnlich, nur muss ich auch auf die Kohle achten und daher ist Crossgolf dann doch ehr praktikabel für mich und auch finanzierbar. Allein 36 9-Loch Runden habe ich dieses Jahr bei uns schon gedreht dabei sind nicht die Übungssachen usw mit dabei. Auch das ist ein wichtiger Punkt für mich und auch etliche andere Crossgolf zu spielen und das es keiner so Eng sieht was man an hat und wie man sich bewegt.

Du musst echt Geduld haben und sehen das du die Lust am Spiel nicht verlierst.
Evtl kannst du ja noch nach Waldbröl fahren, dort gibt es auch laufend Turniere. Für mich gehören Treffen mit anderen Crossern dazu, auch wenn es mit fahrerei verbunden ist.

Was denkst du was Crossgolf braucht um es weiter nach vorn zu bringen?


Hook & Slice Vereinsblog: www.crossgolf.uhc-elster.de
privates Blog: http://golfnachrichten.blog.de
Donnerstag, 4.Jun 2009, 22:55

Deichheld

Benutzer ist offline
Moderator
Rang: Crossgolfer
Anzahl Beiträge: 375
Mitglied seit: 01.12.2007
Naja, hinsichtlich eines Dachverbandesgibts es ja die Idee der PCGA..... liegt momentan noch beim crossgolfforum aber Klaus hat glaub ich schon Interesse bekundet. Das wär natürlich nochmal was!
Was fehlt ist einfach die Flächendeckung und die bekannten Spots. Da ist der Locationfinder schon ne gute Idee, die man noch etwas vorantreiben müsste. werde die Tage auch noch ein paar Locations eintragen.
In Hannover trifft man ab und an auch fremde Gesichter. Ist immer wieder nett!
Verstehe gar nicht, warum es im Pott so wenig Leute gibt...


Die neue Homepage ist endlich online! Come and have a look!

Checkt auch den Blog ;-)

4. beim Ironstock 2009 - nach Stechen
Donnerstag, 4.Jun 2009, 23:48

m.weiss

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Crossgolfer
Anzahl Beiträge: 221
Mitglied seit: 23.08.2007
schöner text,vieles stimmt,aber ...
.... ich für mich ist Crossgolf und Golf ,
zwei ganz unterschiedliche formen des golfsportes
die man nicht miteinander vergleichen kann.
Beides hat ihren ganz eigenen Reiz.
greez max


illegalcrossgolfCREW
"wir machen nur legales"
glaub ich
Freitag, 5.Jun 2009, 08:38

vash87

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Anfänger
Anzahl Beiträge: 29
Mitglied seit: 05.05.2008
Meiner Meinung nach sind Crossgolf und Golf von sich aus nichts unterschiedliches, als Sport gesehen, was sie unterscheidet ist das Gefühl dabei. Beim Crossgolf ist es wie wenn man sich mit ein paar Freunden trifft und einfach mal ein bisschen Karten spielt ohne sich Gedanken zu machen wer gewinnt, wer mehr Stiche bekommt oder wer der an sich der Beste war. Also ist Crossgolf eine Famielere "neue" art des Freundschaftlichen zusammenseins. Golf allerdings ist wie eine geplante Pokerrunde, man will die anderen schlagen, gewinnen und vorne weg sein.
Eine Trendsportart ist es nicht, denn eine Trendsportart unterliegt auch zwängen und Regeln die entgültig fest geschrieben sind, auch wenn sie von jeden in Gewisser weise verändert werden. Bei Crossgolf allerdings gibt es nur zwei Wirklich unveränderliche Regeln. Das man Ball und Schläger braucht und auf ander Rücksicht nehemen muss um niemanden zu verletzen. Wie man es Spielt und ob man Zählt oder so sind allerdings nicht veralgemeinert worden wodurch Crossgolf quasi die individuelle Form des Golfens ist in der sich Leute verwirklichen können die auf einem Golfplatz nicht, oder nicht immer, wohlfühlen. So geht es mir auf jeden fall. Ich gehe auch gerne mal auf einen Golfplatz um mich auf einer perfekt konsturierten Umgebung mit meinen Kumpels zu messen. Aber an deren Tagen geh ich mit meinen Kumpels einfach mal ein bisschen ins Hohe Gras um einfach mal ein paar Bälle durch die Gegen zu prügel wobei es nicht auf das Crossen an sich ankommt sondern mehr darauf, mit anderen etwas zu tuen was uns allen einen Lacher nach dem anderen abringt weil wir einfach auch mal nur Müll zusammenspielen, was einen auf einem Golfplatz wieder nerven würde.


Vash: Worauf spielen wir?
Dk: Irgend was in der Richtung, den rest sehen wir wenn wir da sind.
Freitag, 5.Jun 2009, 21:04

Rudi

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Crossgolfer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 219
Mitglied seit: 01.06.2007
@rebel:
Ein Dachverband, eine bessere Orga, eine Liga.
Sehr schöne Ideen, die aber aus meiner Sicht im Crossgolf nicht funktionieren, oder Crossgolf dem Kommerz näher bringen.
Sowas müsste verwaltet, bewerkstelligt und nachgehalten werden. Außerdem würde man als eine Art Verband in (direkten) Wettbewerb mit dem DGV und der VCG stehen, oder müßte zumindest Ähnliches bieten.
Dazu zählen dann aber auch dauerhafte Locations, die es ermöglichen, mehrere Flights gleichzeitig spielen zu lassen und das, wann immer diese es wollten und in geordnetem Spielbetrieb. Das wiederum bedeutet, daß diese Locations gepflegt werden müßten, ehrenamtlich, und daß es solche Locations mit den Außmaßen von 9-Löchlern überhaupt an jeder Straßenecke gäbe.
Das macht keiner! Die Folge wären Fees, die man erheben müßte, die Folge wären (steuerrechtliche) Existenzen, die gegründet werden müßten...
Crossgolf wäre endlich (Trend)Sportart, aber kommerzialisierter, als es jedem von uns recht sein kann, oder gäbe es etwas dazwischen? Sowas könnte nur von gut aufgestellten Crews, Freundeskreisen bewerkstelligt werden, die eine Anzahl an Mitgliedern von um die 50 Mann stark und sich vollkommen einig sind. Und es müßte möglich sein, daß wirklich jeder dort sein Unwesen treiben dürfte, die Locations müßten "idiotensicher" sein.

Ich träume ernsthaft davon, irgendwann einmal die Möglichkeit zu haben, sowas wie einen eigenen Golfplatz zu eröffnen, für wirklich jedermann, einen Crossgolfplatz eben, wenn es dann noch Crossgolf wäre. Aber wie soll sich sowas finanzieren? Vielleicht einen Verein gründen, indem der Mitgliedsbeitrag nicht aus Geld, sondern aus geleisteter Arbeit am Platz besteht? Dann sperrt man aber auch wieder alle aus, die nicht im Verein sind, sondern einfach mal so spielen möchten, weil früher oder später Rufe laut werden wie "Der macht nix, ist aber jeden Tag hier."
Oder man stellt Crossgolf für den Preis des Uncrossgolfes unter die Strukturen eines Verbandes.

Ich weiß nicht, wie man Crossgolf weiter nach vorn bringt, zuerst müßte man wissen, was Crossgolf sein oder besser, werden soll.
Ist Crossgolf wirklich "immer und überall", dann ist es eine Art Guerillia-Sport oder eben Einzelbeschäftigung.
Oder will man Crossgolf organisieren und dabei Gefahr laufen, daß es Crossgolf gar nicht gibt, damit bin ich ja schon fast wieder beim Thema des Eröffnungspostings.

@Deichheld:
Locations für einen Dachverband aufzutun, die als uneingeschränkte Crossgolfempfehlung dienen, ist sicherlich schwierig.
Es gibt unter den auf diversen Plattformen dargebotetenen Locations ja nur sehr wenige, die als tatsächlich gern aufzusuchende Locations fürs Crossgolfen taugen, vielmehr sind die meisten davon die privaten Übungswiesen der Location-Einsender. Für die wenigsten dieser Locations lohnt sich eine Anreise von mehr als 20 km, wenn man einen schönen Park oder eine gleichwertige Wiese direkt vor der Haustür hat.
Das gleiche Problem, wie ich es weiter oben schon ansprach: Es gibt keine Crossgolflocation, oder eben genau so viele, wie es Crews oder Spieler gibt. Somit ist Crossgolf ein Einzelsport. Oder man geht mit einer Crowd auf diese Wiese und feiert sich ein wenig selbst, aber die muß man eben erstmal haben. Somit ist der Hauptfaktor Crossgolf zu spielen erneut extrahiert: Mit Freunden und Menschen, die man mag, auf der Wiese zu stehen, Bier zu trinken und dabei zu versuchen, Golf zu spielen. Dumm ist eben nur, wenn die mit Gewalt nichts am Hut haben....

Tja, wie bekommt man es hin, daß Crossgolf mehr wahrgenommen wird und einem die an jeder Straßenecke lauernden Spieler irgendwann mit ihrer Spielwut dermaßen auf die Nerven gehen, daß man jedes 3. bis 4. Wochenende freiwillig mit Madame zum Shoppen geht?
Keine Ahnung!


Thema PCGA:
Was könnte der Sinn oder Nutzen von einem Crossgolf-Verband sein?
Ziel kann es in meinen Augen nur sein, Crossgolf in angemessenem Rahmen für jedermann zugänglich und praktikabel zu machen.
Das bedeutet, dafür zu sorgen oder zumindest dazu beizutragen, daß Golf Volkssport wird, mit Plätzen an jeder Ecke, wie in USA und Schweden.
Aber auch dann hätte man Crossgolf verkauft. Sicherlich mit dem Ergebnis, daß man jederzeit abseits von Eliten spielen kann und irgendwie unter Seinesgleichen ist, aber wie hoch wäre der Preis? Ich weiß es nicht. Diese Frage kann ich für mich selbst nicht beantworten, ich weiß nicht, wieviel mir Crossgolf wert ist, nur um des Cross beim Golf wegen. Ungezwungener Golfsport auf wirklich! öffentlichen Plätzen wäre wohl ein Preis, den ich zahlen würde. Eben auch, weil ich nicht finde, daß Crossgolf etwas wirklich Neues oder Eigenständiges ist.
Back to the Roots! OK! Aber ohne Eliten-Golf würden wir heute wohl nicht crossen und es würde keine günstigen Schläger für uns geben und keine Bälle und keine Kurzplätze und keine Rebellion. Der Reiz des Crossgolfens liegt oder/und lag ja auch darin, den Platzgolfern zu zeigen, daß es auch ohne Schnöselei und viel Asche in der Tasche geht. Ist das noch zeitgemäß, wenn sogar im ALDI Golfutensilien verkauft werden?



Der Geist ist machtlos, wenn die Macht geistlos ist.
Samstag, 6.Jun 2009, 13:33

rebel

Benutzer ist offline
Moderator
Rang: Ich bin CROSSGOLF
Anzahl Beiträge: 4312
Mitglied seit: 24.01.2007
@ Rudi,

meiner Meinung nach, unterscheiden sich Golfer und Crossgolfer in nur sehr wenigem.
Sei es der Platz oder die "Etikette". nicmmt man das weg, sind wir alle gleich.

Ich würde mir auch viel mehr öffentliche Plätze wünschen, kenne das ja aus Großbritanien wo es Elitäre und normale Clubs nebeneinander gibt und das ohne Probleme.

Wenn es diese "Elite" in Deutschland nicht geben würde, hätten wir uns nicht beim Crossgolf getroffen sondern auf einem öffentlichen.


Thema Dachverband,
Sicher wäre es schön wenn sich die Crews organisieren würden und den Kommerz würde es so auch geben, das lässt sich so nicht verhindern. Brauchst ja nur mal zu den Snowboardern schauen. Solche Wege lassen sich nur ganz schwer regeln und steuern.

Sicher braucht es für Turniere und Spiele Locations und Menpower, und das Portal beweist ja eindrucksvoll das es funktioniert.
Vielleicht nähern sich dadurch der Verknöcherte DGV (VcG lasse ich mal als Tochter des DGV weg) und die Crossgolfer an. Viele normale Golfer sind mit der aktuellen Verbandspolitik des DGV auch nicht einverstanden aber noch sind die "gestrigen" dort in der Überzahl und an den Knöpfen der Macht.

Was sollte uns daran hindern den Golfern zu zeigen das wir auch nur "Cross"Golf spielen. Sie können doch bei uns genau so mitmachen und ihren Spaß haben (dabei denke ich an Heidelberg und Mannheim, wo Golfer auch mitgemacht haben). Das das dann alles etwas organisierter und besser wird, warum nicht - auch das kann Spaß machen und ist vor allem für die Orgas auch eine Entlastung.

Locations müssen doch nicht unbedingt FEST sein, allein die unterschiedlichen Plätze die Acker und Urban aufgetan haben, zeigen doch das auch die gehen. Sie erfordern auch eine Kooperation mehrerer Stellen und ist für die Orgas sicher nicht Einfach das alles zu Managen.

Wenn es feste Plätze sind, warum nicht einen Obolus bezahlen? Das mache ich doch auch wenn ich auf öffentlichen Plätzen gehe.
Dadurch wird doch der Zugang nicht beschränkt oder eingegrenzt - solange das die einzigste Zugangsbeschränkung bleibt.
Wir hier haben einen festen Platz und alle (auch fremde Besucher würden jederzeit ein paar € dafür locker machen hier spielen zu können - so ihre eigene Aussagen).

Das gute an Crossgolf ist doch das wir die unterschiedlichsten Locations haben und die nicht wie im normalen Golf üblich "angleichen müssen" durch die absurdesten Mathematischen Gleichungen. Das ist doch einer der wichtigsten Punkte und der sollte auch erhalten werden - finde ich.

Ja, nur wie weiter.
Vielleicht sollten wir hier mal alle Versuchen die Zukunft von Crossgolf zu finden und den Weg den man gehen kann.
Durch so geile Aktionen wie die Open Tour, kommen neue Spieler dazu und die Communitiy wächst und verlangt nach mehr... und wir können dabei sein und sie ihnen bieten (so wir wollen).


Hook & Slice Vereinsblog: www.crossgolf.uhc-elster.de
privates Blog: http://golfnachrichten.blog.de
Dienstag, 9.Jun 2009, 19:25

Rudi

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Crossgolfer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 219
Mitglied seit: 01.06.2007
Prinzipiell sagst Du da nichts anderes als ich denke.

Aber einige Abers habe ich trotzdem.

Wenn eine Liga gespielt werden würde, müßten die Locations meiner Meinung nach schon eine eigene Wertigkeit bekommen.
Wie will man Gerechtigkeit in kilometerlange platte Wiesen und verwinkelte Haldenspots bringen? Auch ist der organisatorische Aufwand eher einer, von dem ich nicht glaube, daß es funktioniert, oder es kostet Geld, Geld, das ausreichend ist, die Leute, die den Job erledigen, leben zu lassen, ganz abgesehen von Kosten, die aus rein logistischer Sicht anfallen.

Wenn permanente Crossgolfplätze etwas kosten, dann sind das doch quasi auch nur öffentliche Plätze. Und die stehen dann in direkter Konkurrenz zu denen, die einem wirtschaftlichen Zwang unterliegen.

Eventuell ist Crossgolf fähig, sich in einem Verband zu organisieren, Verein?, der es am Ende sogar möglich macht, eine Golfplatzkette aus dem Boden zu stampfen und selbst dafür zu sorgen, daß es öffentliche Plätze wie Sand am Meer gibt?

Vielleicht ist der Weg des Crossgolf der der Vorreiterrolle? Wir Crossgolfer pushen diesen Sport, auch mit der "ehrenamtlichen" Energie, die wir derzeit investieren, so weit, ob gewollt oder nicht, daß sich zwangsläufig daraus etwas wie ein Volksgolf, mit vielen öffentlichen Plätzen entwickelt und es den Crossgolfer an sich gar nicht mehr gibt. Einfach, weil man als Wirtschaftszweig wahrgenommen wird und nicht mehr als Wilder im Park. Dann wäre die Nummer mit den öffentlichen Plätzen, die man selbst bewirtschaften müßte, schon mal vom Tisch.

Ob das gut oder schlecht wäre dann wohl für jeden selbst zu beurteilen.

Irgendwie klingt das Alles ziemlich spinnert, aber ich denke schon, daß irgendwo in dieser Richtung die Wahrheit liegen wird.



Der Geist ist machtlos, wenn die Macht geistlos ist.
Dienstag, 9.Jun 2009, 20:07

Rocko

Benutzer ist offline
Gruppe: Admin

Anzahl Beiträge: 1086
Mitglied seit: 19.06.2007
Ich finde ganz ehrlich das ihr euch zu viele Gedanken macht.
Ich für meinen Teil bin zufrieden wenn ich ab und an mal n paar Bälle durch die Botanik dreschen kann ohne dabei mitzählen zu müssen, auf mein (nicht vorhandenes) Handycap oder meinen Kragen zu achten. Auch interessieren mich irgendwelche Verbände oder Ligen nicht die Bohne. Was soll ich damit? Wenn ich sowas will geh ich auf'n Platz. (was ich auch ab und zu tu)


Dienstag, 9.Jun 2009, 20:24

Rudi

Benutzer ist offline
Crossgolfer
Rang: Crossgolfer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 219
Mitglied seit: 01.06.2007
Und sogar darüber hab ich mir Gedanken gemacht ;-)

Du hast ja Recht. Aber auch Du redest davon, nicht nur Crossgolfer zu sein, sondern gern mal auf dem Platz zu stehen. Damit sind wir auch mal wieder beim Ursprung des Freds: Ist Crossgolf ab einem gewissen Punkt noch genug?

Ich war ja selbst schon am zweifeln, ob ich irgendwie zu "balla" bin, was das Thema angeht.
Dem gegenüber stehen aber Fernsehbeiträge, Zeitungsartikel und der gleichzeitige Stolz auf diese und immer wieder auch die Freude, mal wieder in den Medien vertreten gewesen zu sein. Wenn das keine Wirkung haben soll, frage ich mich, wozu man das dann macht, ich tat es ja selber auch schon. Nur war dabei die Wirkung gleich Null, höhöhö...



Der Geist ist machtlos, wenn die Macht geistlos ist.

Forum
 Crossgolf-portal.de / Crossgolf
        Crossgolf - eine Trendsportart, die es nicht gibt!



Seite drucken  |  Nächstes Thema  |  Vorheriges Thema
 
Gehe zu
 

 

Wer ist online?


Benutzer online: 0, Gäste online: 18
 

Forum Statistiken


Themen: 2858, Beiträge: 28420, Mitglieder: 1959
Wir begrüssen unser neuestes Mitglied: A1eX
 

Heutige Geburtstage


Rabbi_91 (21), Hilti-Bohrhammerson (41)

Drucken | Powered by Koobi:SHOP 7.23 © dream4® | Impressum